slackware 10.1 dvd-iso im eigenbau

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slackware 10.1 dvd-iso im eigenbau

Beitragvon gustel » 2005-02-11, 17:02

ok, eigentlich easy wenn man weiß wie man ran geht:

1. alle benötigten packete besorgen.
2. alles in einem verzeichnis zusammentragen.
3. mkisofs drüber laufen lassen.

vorneweg noch ein hinweis: zwischenzeitlich wird sehr viel speicherplatz benötig - im extremfall bis zu drei mal so viel, wie das eigentliche endprodukt selbst belegt - wenn man es etwas geschickter macht "nur" das 2 1/2 fache des fertigen dvd-iso's. in meinem fall sind das immerhin ~ 3,5 gb speicherplatz gewesen, wer alle sourcen mitnehmen will kommt auf über 8 gb.

erstellt man das iso ausschließlich aus den beiden installations-cds ist es zum schluss immerhin noch 1.24 gb groß.

zu 1.: slackware gibt es offiziell leider nur auf cd - es ist also ein bisschen eigeninitiative notwendig.
entweder man läd sich die gewünschten packete von einem slackware-mirror (z.b. ftp.slackware.at), oder
man kopiert sie von schon vorhandenen slackware-cds. in meinem fall habe ich über nacht mit wget die cd-isos
geladen

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nohup wget -b ftp://ftp.slackware.at/slackware-10.1-iso/slackware-install*

das sollte die beiden install-cds und die dazugehörigen md5-files laden - und zwar im hintergrund und mit ausgeloggtem user (man kann den fortschritt mit tail -f wget-log überprüfen). falls die source-cds ebenfalls erwünscht sind, einfach alles (*)
vom mirror ziehen.

alternativ den mirror selbst spiegeln (vorsicht - ~5gb)

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wget -r ftp://ftp.slackware.at/slackware-10.1/*



zu 2.: wer iso's geladen hat, mountet die auf ein loop und kopiert die packete in das dvd-erstellungs-verzeichnis - wer die sourcen geladen hat, kann darauf verzichten und springt zu punt 3. also loopback erstellen und mounten:

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mkdir /tmp/image
mount -o loop slackware-10.1-install-d1.iso /tmp/image

dvd-erstellungsverzeichnis erstellen und packete kopieren:

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mkdir /tmp/dvd-iso
cp -a /tmp/image/* /tmp/dvd-iso


danach das loopback unmounten und die zweite cd mounten

Code: Alles auswählen
umount /tmp/image
mount -o loop slackware-10.1-install-d2.iso /tmp/image


wiederum alle packete kopieren und loopback unmounten. beim 2. kopieren werden einige dateien wie z.b. README

überschrieben - nichts was einem ernsthaft sorgen machen müsste. wenn man diese dateien unbedingt alle erhalten will, müssen sie einzeln kopiert und eindeutig umbenannt werden.


zu 3.: mkisofs macht aus dem datenhaufen ein bootbares iso-9660-konformes image. wer sich cd-images geladen
hat, wechselt in das dvd-erstell-verzeichnis und tippt los:

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mkisofs -o /tmp/dvd-image.iso -R -J -V "Slackware Install" hide-rr-moved -v -d -N -no-emul-boot -boot-load-size 4 -boot-info-table -sort isolinux/iso.sort -b isolinux/isolinux.bin -c  isolinux/isolinux.boot -A "Slackware Install CD" .

der punkt am ende ist wichtig (sonst gibt es einen fehler wegen falscher pfadangaben).

wer dagegen den kompletten mirror gespiegelt hat, wechselt in den top-level "seines" mirrors (dorthin, wo sich die datei changelog.txt befindet) und gibt im aufruf von mkisofs auch gleich noch an, welche verzeichnisse er im iso haben möchte:

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mkisofs -o /tmp/slackware.iso -R -J -V "Slackware Install" -x ./bootdisks -x ./extra -x ./slackware/gnome -x ./pasture -x ./patches -x ./rootdisks -x ./source -x ./zipslack -hide-rr-moved -v -d -N -no-emul-boot -boot-load-size 4 -boot-info-table -sort isolinux/iso.sort -b isolinux/isolinux.bin -c isolinux/isolinux.boot -A "Slackware Install CD" .


dabei gilt: alle mit -x gekenzeichnetten packetgruppen/verzeichnisse werden nicht in das iso übernommen - in diesem fall wird es also kein gnome auf dem iso geben (was natürlich wenig sinnvoll ist, schließlich machen wir ein dvd-iso damit alles auf einen datenträger passt).

der rest ist klar: brenn das iso mit einem brennprogramm deiner wahl - unter windows würde ich fireburner empfehlen, unter linux läuft bei mir k3b. für besitzer einer vmware-lizenz empfehle ich, das iso direkt in das virtuelle cd-rom einzulegen: das ist wesentlich performanter und spart einen datenträger.




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